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Frettchen
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Frettchen
 

Ursprung und Domestizierung

Das Frettchen stammt allerhöchstwahrscheinlich aus dem Mittelmeerraum und stammt vom europäischen Iltis ab.
Das Frettchen findet schon Erwähnung in vorchristlichen Schriften. Die Römer haben sie zur Jagd verwendet und aufgrund verschiedener Eigenschaften wurde das Frettchen im Laufe der Zeit weiter domestiziert.
Heute ist das Frettchen ein immer beliebter werdendes Haustier. Das nachtaktive Tier ist während seiner Wachzeiten ein wahrer Clown. Es ist überaus verspielt und agil, wird aber bei intensiver Beschäftigung mit dem Menschen auch sehr zahm und verschmust. Die übermäßige Intelligenz der Tiere ermöglicht das Beibringen kleiner Kunststücke und ihren geistigen Fähigkeiten entsprechenden Spielen.
Frettchen wiegen je nach Geschlecht zwischen 0,8 und 2 kg und können bis zu acht Jahre alt werden.

Anschaffung und Haltung


Frettchenzüchter werden immer zahlreicher und sind nahezu in jeder größeren Stadt anzutreffen. Würfe werden in städtischen Lokalzeitungen und auch im Internet inseriert. Die Preise bewegen sich bei etwa 100 Euro pro Tier. Die Haltung der Tiere ist relativ anspruchsvoll. Sie sind sehr soziale Tiere und eine Einzelhaltung ist aufgrund dessen nicht empfehlenswert.
Der Käfig sollte großzügig bemessen sein und mit ausreichenden Unterschlupfmöglichkeiten, wie Höhlen und Röhren zum Durchklettern versehen sein. Zusätzlich brauchen die Tiere täglichen Auslauf, da sie sehr vital und intelligent sind, andernfalls kann es zu Verhaltens- und anderen Gesundheitsstörungen kommen.
Eine ausgewogene Ernährung ist ebenso wichtig. Die Hauptnahrung sollte Fleisch sein. Dies kann hochwertiges Katzenfutter, Küken, Mäuse und anderes Fleisch sein. Auf Schwein sollte verzichtet werden. Desweiteren fressen Frettchen Gemüse, Obst, Eier und Getreide. Gutsortierte Fachhändler bieten Futtermischungen für Frettchen an.
Aus gesundheitlichen und intersozialen Gründen sollten Frettchen kastriert werden, wenn eine Zucht nicht beabsichtigt wird. Fähen, die weiblichen Tiere, neigen zu einer dauerhaften Ranz, d.h. sie sind ständig fruchtbar und dieser Umstand kann aufgrund der körperlichen einhergehenden Schwächung zum Tode führen. Unkastrierte Rüden neigen zu Dauerbegattung der anderen Rudelmitglieder, was den sozialen Frieden stören kann.

Gesundheit und Recht

Für ein ausgeglichenes Frettchenleben ist auch regelmäßiger Freigang in der freien Natur sehr wichtig. Neben einen ausbruchsicheren Stall oder auch einem einfachen Führgeschirr sollte auf gesundheitliche Vorsorge, bestehend aus Impfung und Wurmkur geachtet werden. Die Frettchen sollten bereits im Welpenalter gegen Tollwut und Staupe geimpft werden und eine Wurmkur ist regelmäßig zu wiederholen.
Auch können Frettchen schnell Flöhe bekommen, der Markt bietet jedoch ausreichend Produkte an, diese schnell und zuverlässig zu bekämpfen.
Für einen Grenzübertritt werden ein EU-Heimtierausweis und ein Mikrochip, der wie bei Hunden und Katzen implantiert wird und zur Identifizierung dient, benötigt.
Einige Länder verbieten die Einfuhr von Frettchen, dass sollte im Vorfeld auf jeden Fall recherchiert werden um böse Überraschungen an der Grenze zu vermeiden.