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Mäuse

Mäuse genießen in der Bevölkerung einen denkbar schlechten Ruf. Das negative Image rührt aus einer Zeit, als es in jeder menschlichen Behausung Probleme mit Mäusen gab, die sich unentwegt an den Nahrungsmitteln von Menschen und Tieren bereichert haben. Nicht nur die direkten Fraßschäden, auch die Verunreinigung durch Urin und Kot machten die Vorräte ungenießbar. Über Jahrhunderte versuchte man die Nagetieren zu vernichten wo es nur möglich war. Die zahllosen Varianten von Mausefallen zeugen von der Bedeutung des Schädlings. Auf jedem Bauernhof gab es früher einige Katzen, die der Mäuseplage Einhalt geboten. Die Mäuse wanderten jedoch stets aufs neue von außen wieder zu und eine komplette Ausrottung war völlig unmöglich. Die damaligen Behausen bestanden häufig aus Lehm, Holz und Backsteinen. Die Bauweise bot genug Schlupflöcher um sich Zugang zu den menschlichen Behausungen zu verschaffen. Die moderne Bauweise macht es den schlauen Nagetieren deutlich schwerer. Fenster und Türen schließen in der Regel luftdicht ab und bieten keinen Zwischenräume mehr zum Eindringen. Kellerfenster und Dachluken werden hermetisch mit Gittern und Fenstern verschlossen. Dennoch gelingt es hin und wieder einer Maus in die Wohnräume zu gelangen. Häufig werden sie beim Einlagern von Vorräten unbemerkt eingeschleppt oder verschaffen sich über ein gekipptes Fenster Zutritt.

Was tun gegen Mäuse im Haus?


Der typische Mäusekot ist ein sicheres Indiz für die Anwesenheit der ungeliebten Nagetiere. Wo eine Maus zugange ist, sind im Normalfall noch weitere Exemplare zu finden. Ein günstiges und probates Mittel zur Bekämpfung von Mäusen ist noch immer die Mausefalle. Bestückt mit etwas Schinken oder Erdnussbutter bildet sie einen unwiderstehlichen Köder. Die Fallen sollten regelmäßig kontrolliert werden. Der Auslösemechanismus sollte äußerst sensibel eingestellt werden, damit er bei der kleinsten Berührung. Besteht der Verdacht auf eine große Befallsstärke, ist der Einsatz vom Mäuse- und Rattengift sinnvoll. Die Mäuse verenden binnen weniger Tage nach Verzehr des Gifts. Sie ziehen sich dabei in ihre Schlupfwinkel zurück. Werden die Kadaver nicht schnell gefunden und entfernt, kann sich ein unangenehmer Verwesungsgeruch breit machen.

Mäuse als Haustiere

Heutzutage hat die Maus nur noch eine untergeordnete Rolle als Schädling. Bei genauerer Betrachtung weiß die Maus durch eine putziges Äußeres und ihre soziale Art zu überzeugen. Längst hat sie sich als Haustier neben Meerschweinchen oder Schildkröten etabliert. Zahme Mäuse können sowohl im Käfig als auch frei in der Wohnung gehalten werden. Häufig suchen sie den direkten Kontakt zum menschlichen Körper und setzen sich beispielsweise auf die Schultern ihres Besitzers