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Ratten
 

Allgemeine Informationen über Ratten

Als eine Art der Nagetiergattung gehören Ratten im Allgemeinen zur so genannten Gruppe der "Altweltmäuse", wobei insgesamt 65 verschiedene Gattungen von Ratten unterschieden werden, die zumeist in Südostasien, in Neuguinea und Australien verbreitet sind. In diesem Zusammenhang ist allerdings auch darauf hinzuweisen, dass vor allem im Zuge der Bindung von Ratten an den Menschen zudem die Gattungen der Wander- und die der Hausratte ebenfalls zu einer weltweiten Verbreitung gelangten.

Lebensweise der Ratten


Der Lebensraum von Ratten kann sich sowohl auf den Boden (z.B. in Erdbauten o.ä.) als auch auf Bäume erstrecken, da viele Rattenarten in der Lage sind, durch gut ausgebildete Kletterkünste, Nester in Bäumen zu errichten. Über die weitgehend erforschten Rattenarten kann festgehalten werden, dass diese in der Regel in Gruppen (von bis zu 60 Tieren) zusammenleben, wobei sich die einzelnen Mitglieder der Gruppe am Geruch erkennen und die Gemeinschaft durch eine geschlechtsdifferenzierte Rangordnung gekennzeichnet ist. Typisch für Ratten ist zudem ihre territorial geprägte Lebensweise, wonach das eigene Revier stets gegen Eindringlinge verteidigt wird. Als so genannte "Allesfresser" bedienen sich Ratten in der Regel einer großen Vielfalt an pflanzlicher, sowie tierischer Nahrung (meist werden Samen, Früchte o.ä. bevorzugt, wobei der Speiseplan der Nager häufig durch Insekten oder andere Kleintiere ergänzt wird). Obwohl Ratten bei entsprechend günstigen, klimatischen Bedingungen grundsätzlich in der Lage sind, sich über das gesamte Jahr hinweg fortzupflanzen, so erfolgt die Paarung in den meisten Fällen jedoch immer zu bestimmten Zeiten. Dabei variiert sowohl die Tragezeit (ca. 20 bis 30 Tage), sowie auch die Zahl der Neugeboren je nach Rattenart.

Die Ratten und der Mensch

Im Allgemeinen haben sich mehrere Rattenarten dem Menschen nahezu angeschlossen, wodurch sie vorübergehend oder sogar dauerhaft in dessen Nähe leben. Zu diesen Rattenarten gehören dabei vor allem (wie bereits erwähnt) die Wander-, sowie die Hausratte. In diesem Zusammenhang dient die Wanderratte dem Menschen in der Regel als Untersuchungsobjekt bei Tierversuchen bzw. in Form der Farbratte (eine spezielle Züchtung) als Haustier. Trotz dieser somit vorhandenen, positiven Bindung an den Menschen, gelten Ratten gemeinhin jedoch als Nahrungsmittelschädlinge, die vor allem durch ihre enorm ausgeprägte Anpassungsfähigkeit hauptsächlich für die Landwirtschaft einen erheblichen Schaden bedeuten. Zudem können sie selbstverständlich auch im privaten Lebensraum der Menschen zur Belästigung werden, indem sie Gartenanlagen heimsuchen oder innerhalb von Gebäuden verschiedene Leitungen, Rohre o.ä. beschädigen. Wer Ratten in der Natur überhaupt nicht ausstehen kann, der findet die kleinen Nager auch äußerst sympathisch und hilfsbereit im online Spiel Battlestar Galactica dargestellt, wieder. Die größte Gefahr für den Menschen stellen Ratten in diesem Zusammenhang allerdings durch ihre Fähigkeit der Krankheitsübertragung dar (das bekannteste Beispiel stellt diesbezüglich die Pest dar).